Wie dein Sicherheitsbedürfnis dich zurückhält – und wie du es überwinden kannst
- 200prozent
- 19. Okt. 2024
- 6 Min. Lesezeit
Der Wunsch nach Sicherheit ist tief in uns verankert. Wir suchen nach Stabilität, Routine und Vorhersehbarkeit, insbesondere in unserem Berufsleben. Doch oft vergessen wir, dass gerade diese Sicherheit das grösste Hindernis auf dem Weg zu beruflicher Erfüllung und persönlichem Wachstum sein kann. In diesem Blog-Artikel erfährst du, warum das Festhalten an Sicherheit dich blockiert, wie du dein Sicherheitsbedürfnis reflektieren kannst und welche Schritte notwendig sind, um mehr Freiheit und Selbstbestimmung in deinem beruflichen Leben zu erlangen.
Sicherheit gibt uns ein Gefühl von Kontrolle. Wir wissen, was uns morgen erwartet, wir kennen die Abläufe im Job, und wir haben eine stabile Einkommensquelle. Für viele Menschen ist das eine beruhigende Konstante im Leben. Aber schauen wir genauer hin: Ist diese Sicherheit wirklich so stabil, wie sie scheint? Oder hält uns der Wunsch danach vielleicht sogar davon ab, die Veränderungen in unserem Leben vorzunehmen, die uns eigentlich vorwärtsbringen?
In einer sich schnell wandelnden Welt ist Sicherheit immer ein Trugbild. Technologische Innovationen, wirtschaftliche Umbrüche, die Dynamik globaler Märkte – all diese Faktoren machen unser Arbeitsumfeld instabiler, als es auf den ersten Blick erscheint. Wer heute noch glaubt, in einem «sicheren» Job zu sein, kann morgen schon von neuen Entwicklungen überrascht werden, die diese Sicherheit ins Wanken bringen. Dies betrifft nicht nur kleine Startups, sondern auch vermeintlich stabile Branchenriesen. Wenn du dich in deinem beruflichen Umfeld umschaust, wirst du feststellen, dass Wandel allgegenwärtig ist. Jobs, die heute sicher scheinen, könnten in fünf Jahren nicht mehr existieren. Prozesse, die heute als unverzichtbar gelten, könnten durch neue Technologien abgelöst werden.

Trotzdem streben wir nach Sicherheit, weil uns die Unsicherheit vor dem Unbekannten oft ängstigt. Doch genau hier liegt das eigentliche Problem: Der Versuch, Sicherheit um jeden Preis aufrechtzuerhalten, führt dazu, dass wir uns verschliessen. Wir halten an Dingen fest, die uns eigentlich nicht mehr dienen, nur um uns der Illusion hinzugeben, dass unser Leben unter Kontrolle ist.
Wenn wir jedoch erkennen, dass Unsicherheit nicht unser Feind ist, sondern eine Chance darstellt, können wir beginnen, unser Leben aktiv zu gestalten und uns von den starren Ketten der Sicherheit zu lösen.
Sicherheitsbedürfnis und seine Auswirkungen: Was dich wirklich zurückhält
Wir alle kennen das Gefühl: Du möchtest eigentlich etwas verändern, vielleicht deinen Job wechseln, ein neues Projekt starten oder dich beruflich weiterentwickeln, doch irgendetwas hält dich zurück. «Was, wenn es schiefgeht?», «Was, wenn ich keine neue Stelle finde?» – diese Gedanken sind eng mit dem Bedürfnis nach Sicherheit verknüpft. Und sie können mächtig sein. Aber oft sind sie nur die Stimme unserer inneren Angst, die uns klein halten will.
Das Sicherheitsbedürfnis kann auf vielen Ebenen unser Leben beeinflussen – und das oft unbemerkt. Hier sind einige der häufigsten Anzeichen, dass dein Sicherheitsbedürfnis möglicherweise stärker ist, als du denkst:
Du fühlst dich gelangweilt, aber traust dich nicht, etwas zu ändern.
Dein Job ist bequem. Du weisst genau, was dich erwartet. Doch innerlich fühlst du dich oft unterfordert oder sogar gelangweilt. Trotzdem bleibst du, weil der Gedanke an Veränderungen dich nervös macht. Was, wenn du dich verschlechterst? Was, wenn du die Stabilität verlierst, die du dir so hart erarbeitet hast?
Du bist unzufrieden, aber finanzielle Sicherheit hält dich fest.
Die monatlichen Rechnungen müssen bezahlt werden, und ein stabiler Job gibt dir das Gefühl, finanziell abgesichert zu sein. Selbst wenn du nicht wirklich glücklich bist, hält dich das Sicherheitsbedürfnis fest, weil du glaubst, dass ein Jobwechsel deine finanzielle Lage gefährden könnte.
Du meidest Risiken, auch wenn du weisst, dass sie Chancen bieten.
Der Gedanke, ein berufliches Risiko einzugehen – sei es eine Beförderung anzustreben, sich selbstständig zu machen oder einen neuen Karriereweg einzuschlagen – erscheint dir zu gefährlich. Du möchtest lieber auf Nummer sicher gehen, auch wenn das bedeutet, dass du die Möglichkeiten, die sich dir bieten, nicht wahrnimmst.
Du zweifelst an deiner eigenen Kompetenz, obwohl du gut bist in dem, was du tust.
Die Angst, nicht gut genug zu sein, ist oft tief verwurzelt in dem Bedürfnis nach Sicherheit. Du hast Angst, zu versagen, und deshalb bleibst du in deiner Komfortzone. Aber tief im Inneren weisst du, dass du mehr leisten könntest, wenn du den Mut hättest, einen neuen Weg zu gehen.
Diese Unsicherheiten und Zweifel blockieren dich und hindern dich daran, deine volle berufliche und persönliche Erfüllung zu erreichen. Doch wenn du beginnst, diese Ängste zu hinterfragen, kannst du sie überwinden.

Selbsttest: Wie stark blockiert dich dein Sicherheitsbedürfnis?
Um zu verstehen, ob dein Wunsch nach Sicherheit dich davon abhält, deine Träume zu verfolgen, kannst du dich selbst testen. Beantworte die folgenden Fragen ehrlich, um herauszufinden, ob dein Sicherheitsbedürfnis dich bremst:
Wie oft denkst du daran, deinen Job zu wechseln, zögerst aber aus Angst vor Unsicherheit?
a) Sehr oft, aber ich bleibe lieber, wo ich bin.
b) Selten, aber Unsicherheiten machen mir dennoch Angst.
c) Kaum, ich bin offen für neue Herausforderungen.
2. Wie gehst du mit Veränderungen im Job um?
a) Ich versuche, sie zu vermeiden, wo es geht.
b) Veränderungen machen mich nervös, aber ich akzeptiere sie.
c) Ich sehe Veränderungen als Chance für Wachstum.
Welche Rolle spielt Geld bei deinen beruflichen Entscheidungen?
a) Es ist das Wichtigste. Stabilität geht vor allem.
b) Es ist wichtig, aber es ist nicht mein Hauptmotivator.
c) Solange mich meine Arbeit erfüllt, werde ich das Geld schon verdienen.
Fühlst du dich oft unterfordert, bleibst aber trotzdem im Job?
a) Ja, ich fühle mich oft gelangweilt.
b) Manchmal, aber ich wage ab und zu eine Veränderung.
c) Nein, ich suche ständig nach neuen Herausforderungen.
Wenn du überwiegend A’s angekreuzt hast, ist dein Sicherheitsbedürfnis sehr stark und könnte dich daran hindern, deinen beruflichen Zielen nachzugehen. Ein Übergewicht an B’s zeigt, dass du auf dem richtigen Weg bist, aber noch mit Unsicherheiten zu kämpfen hast. Wenn du viele C’s hast, bist du bereits dabei, deine Unsicherheiten zu überwinden und den Weg zu mehr Selbstbestimmung zu gehen.
Wie du dein Sicherheitsbedürfnis überwinden und in deine Selbstbestimmung starten kannst
Sicherheit wird oft als Komfortzone wahrgenommen. Aber die wahre Entwicklung und das persönliche Wachstum finden ausserhalb dieser Zone statt. Hier sind einige Schritte, die dir helfen können, dich von deinem Sicherheitsbedürfnis zu lösen und in Richtung beruflicher Erfüllung zu gehen:
Akzeptiere die Unsicherheit.
Der erste Schritt zur Überwindung der Angst vor Unsicherheit ist, sie zu akzeptieren. Statt gegen das Unbekannte zu kämpfen, sieh es als eine Gelegenheit, dich selbst weiterzuentwickeln. Es ist in Ordnung, nicht alle Antworten zu kennen – aber das bedeutet nicht, dass du keine Schritte nach vorne machen kannst.
Schaffe dir ein Netzwerk.
Niemand sagt, dass du den Weg allein gehen musst. Suche dir Mentoren, Coaches oder Gleichgesinnte, die dich unterstützen können. Ein starkes Netzwerk kann dir Sicherheit geben, wenn du dich auf neue berufliche Wege begibst. Du musst nicht alles allein durchstehen.
Setze dir kleine, erreichbare Ziele.
Es geht nicht darum, von heute auf morgen alles auf den Kopf zu stellen. Fange mit kleinen Veränderungen an, die dich schrittweise aus deiner Komfortzone herausholen. Jedes Mal, wenn du eine dieser kleinen Hürden nimmst, wird dein Vertrauen in deine Fähigkeiten wachsen.
Arbeite an deinem Mindset.
Oft liegt der grösste Feind in deinem Kopf. Das Sicherheitsbedürfnis ist eng mit der Angst vor dem Scheitern und dem Gefühl, nicht gut genug zu sein, verknüpft. Arbeite daran, diese inneren Glaubenssätze zu verändern. Statt dir ständig Worst-Case-Szenarien auszumalen, frage dich: «Was könnte ich gewinnen?»
Sei bereit, Fehler zu machen.
Niemand ist perfekt, und Fehler sind ein unvermeidlicher Teil des Wachstumsprozesses. Wenn du aufhörst, Fehler als Misserfolge zu betrachten, und sie stattdessen als Lernchancen siehst, wirst du mutiger. Und dieser Mut wird dir helfen, deinen Wunsch nach Sicherheit loszulassen.
Einladung zum Gespräch: Dein erster Schritt in Richtung Veränderung
Wenn du dich in den beschriebenen Situationen wiederfindest und merkst, dass dein Sicherheitsbedürfnis dich blockiert, dann ist jetzt der richtige Moment, etwas zu ändern. Es geht nicht darum, alles auf einmal loszulassen, sondern um einen bewussten ersten Schritt. Unsicherheit muss nicht länger dein Feind sein, sondern kann zum Katalysator für dein Wachstum und deine Erfüllung werden.
Vielleicht weisst du nicht genau, wo du anfangen sollst, oder die Gedanken an Veränderung fühlen sich überwältigend an. Genau dafür bin ich da. Ich lade dich herzlich zu einem unverbindlichen Erstgespräch ein, in dem wir gemeinsam herausfinden, wo deine grössten Herausforderungen liegen – und wie du sie überwinden kannst.
In unserem Gespräch werden wir uns deine Situation genau ansehen, deine Unsicherheiten analysieren und einen klaren Fahrplan entwickeln, wie du Schritt für Schritt in die berufliche und persönliche Erfüllung gelangst. Denn manchmal ist der entscheidende Unterschied zwischen Stillstand und Fortschritt nur ein Gespräch entfernt.
Schlussgedanken: Unsicherheit als Schlüssel zur Freiheit
Die Wahrheit ist: Sicherheit kann dich lähmen. Sie kann dich davon abhalten, das Leben zu führen, das du wirklich willst. Doch das Gute daran ist, dass du diese Ketten durchbrechen kannst – wenn du den Mut hast, den ersten Schritt zu gehen.
Du hast die Wahl. Du kannst weiterhin an Sicherheit festhalten und dich dabei im Kreis drehen, oder du kannst beginnen, dich der Unsicherheit zu stellen und das Potenzial in dir freizusetzen. Denn die aufregendsten Abenteuer im Leben beginnen oft genau dort, wo der Komfort endet.
Sei mutig. Wage es, etwas Neues zu versuchen. Es ist nicht der Weg der einfachsten Sicherheit, sondern der grösste Freiheit.
Ich freue mich darauf, dich auf diesem Weg zu begleiten!
Herzlichst,
Ronnie